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Häufige Mängel bei der Hauptuntersuchung: Check 2026

Häufige Mängel bei der Hauptuntersuchung 2026: Prüfe Licht, Bremsen, Reifen und Sicht vor der HU und vermeide eine Nachuntersuchung mit dieser Checkliste.

HOContent TeamAug 12, 2026 — 8 min read
Häufige Mängel bei der Hauptuntersuchung erklärt

Häufige Mängel bei der Hauptuntersuchung lassen sich 2026 oft vor dem Termin erkennen. Diese HU-Checkliste zeigt dir, wie du die Hauptuntersuchung beim Auto oder Motorrad vorbereitest, welche Punkte du selbst prüfst und wann ein Werkstattbesuch nötig ist. Wann deine nächste HU fällig ist, erfährst du im Ratgeber HU-Plakette richtig lesen. Deinen HU-Termin kannst du anschließend online buchen.

TL;DR
  • Bei häufigen Mängeln der Hauptuntersuchung zuerst Licht, Bremsen, Reifen und Sicht prüfen.
  • 30,2 % der 2023 geprüften Pkw hatten laut KBA eine Beanstandung.
  • 1,6 mm ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Pkw- und Motorradreifen.
  • Erhebliche Mängel erfordern die Wiedervorführung innerhalb eines Monats.
HU-Zahlen im Überblick
30,9 Mio.
Pkw geprüft
KBA-Jahresbilanz 2023
30,2 %
mit Beanstandung
Pkw, KBA 2023
1,6 mm
Mindestprofiltiefe
Pkw und Motorrad

Warum die Vorbereitung vor der HU zählt

Die Hauptuntersuchung ist eine gesetzliche Fahrzeugprüfung und keine Sichtprüfung für Kleinigkeiten. Geprüft werden unter anderem Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Reifen, Karosserie, Sicherheitsgurte und die Abgasuntersuchung. Die KÜS führt genau diese Punkte in ihrer HU-Checkliste für Fahrzeughalter auf.

Die Zahlen zeigen, warum ein kurzer Vorab-Check sinnvoll ist: In der KBA-Jahresbilanz 2023 wurden 30,9 Millionen Pkw untersucht; 30,2 % hatten eine Beanstandung. Bei den festgestellten Mängelarten entfielen 18,2 % auf Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen und 17,3 % auf die Bremsanlage. Das sind keine Werte für einen einzelnen Betrieb, sondern die bundesweite KBA-Auswertung für 2023.

Für 2026 gilt deshalb eine einfache Reihenfolge: Erst alles prüfen, was du ohne Bühne sehen oder testen kannst. Auffälligkeiten an Bremsen, Fahrwerk, Elektrik oder Abgasanlage gehören vor dem HU-Termin in eine Fachwerkstatt. HolDeinePlakette ist eine KÜS-Prüfstelle und übernimmt in Nürnberg die HU/AU; der Hol- und Bring-Service spart dir den Weg zur Prüfstelle, ersetzt aber keine notwendige Reparatur.

Das brauchst du für die HU-Checkliste 2026

  • 15 bis 30 Minuten Zeit: Plane die Kontrolle bei Tageslicht und auf einer ebenen Fläche ein.
  • Taschenlampe und Lappen: Damit prüfst du Leuchten, Reifenflanken, Scheiben und sichtbare Unterbodenbereiche.
  • Profiltiefenmesser oder 1-Euro-Münze: Ein Messgerät liefert den verlässlicheren Wert.
  • Zulassungsbescheinigung Teil I: Den Fahrzeugschein brauchst du zum HU-Termin.
  • Eine zweite Person: Sie hilft bei Bremslicht, Rückfahrlicht und Blinkern.
  • Unterlagen zu Umbauten: Halte vorhandene Änderungsabnahmen oder Gutachten bereit.

Die sieben häufigsten Mängelbereiche prüfen

1. Beleuchtung vollständig testen

Schalte 2026 nicht nur Abblendlicht und Blinker ein. Prüfe nacheinander Fernlicht, Standlicht, Nebelschlussleuchte, Warnblinker, Bremslicht, Rückfahrlicht und Kennzeichenbeleuchtung. Bitte eine zweite Person, das Bremspedal zu treten, während du hinter dem Fahrzeug stehst.

Erwartetes Ergebnis: Alle vorgeschriebenen Leuchten funktionieren, leuchten gleichmäßig und ihre Gläser sind sauber sowie unbeschädigt. Häufiger Fehler: Die dritte Bremsleuchte oder die Kennzeichenbeleuchtung wird übersehen. Was du dann tust: Tausche ein defektes Leuchtmittel oder lass einen Wackelkontakt vor dem Termin prüfen.

2. Bremsen auf Warnzeichen prüfen

Fahre nur auf einer sicheren, freien Strecke langsam an und bremse kontrolliert. Das Auto muss geradeaus laufen; das Bremspedal darf nicht ungewöhnlich weich wirken. Achte außerdem auf Schleifen, starkes Quietschen oder Vibrationen beim Bremsen.

Erwartetes Ergebnis: Das Fahrzeug bremst gleichmäßig und bleibt spurtreu. Häufiger Fehler: Ein leichtes Ziehen nach links oder rechts wird als normale Eigenheit abgetan. Was du dann tust: Vereinbare vor der HU 2026 einen Werkstatttermin. Die KBA-Auswertung weist die Bremsanlage mit 17,3 % als eine der häufigsten Mängelarten bei Pkw aus.

3. Reifenprofil, Reifendruck und Flanken kontrollieren

Miss das Profil in den Hauptprofilrillen jedes Reifens an mehreren Stellen. Für Pkw und Motorräder liegt die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei 1,6 mm. Prüfe zusätzlich, ob sich Nägel, Risse, Beulen oder ungleichmäßiger Abrieb an Lauffläche und Reifenflanke zeigen.

Erwartetes Ergebnis: Jeder Reifen liegt klar über 1,6 mm, trägt keine sichtbaren Schäden und nutzt sich gleichmäßig ab. Häufiger Fehler: Nur der am besten erreichbare Vorderreifen wird gemessen. Was du dann tust: Bei ungleichmäßigem Abrieb nicht nur den Reifen tauschen, sondern Fahrwerk und Achsgeometrie prüfen lassen. Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen machten laut KBA 2023 18,2 % der Mängelarten aus.

4. Lenkung, Achsen und Fahrwerk wahrnehmen

Fahre langsam über eine kurze Unebenheit und höre auf Klackern, Poltern oder metallische Geräusche. Beobachte das Lenkrad auf gerader Strecke: Starkes Flattern oder deutliches Spiel gehören abgeklärt. Sichtbare Ölspuren an Stoßdämpfern sind ebenfalls ein Werkstattfall.

Erwartetes Ergebnis: Das Fahrzeug fährt geradeaus, das Lenkrad reagiert direkt und das Fahrwerk bleibt ruhig. Häufiger Fehler: Geräusche werden nur schlechten Straßen zugeschrieben. Was du dann tust: Lass ausgeschlagene Lager, Spurstangenköpfe oder Stoßdämpfer fachgerecht beurteilen, statt die HU als Diagnose zu nutzen.

5. Sicht, Scheibenwischer und Spiegel prüfen

Reinige die Frontscheibe innen und außen. Kontrolliere bei gutem Licht auf Risse oder Steinschläge im Sichtfeld. Prüfe, ob die Scheibenwischer sauber wischen, die Waschanlage Flüssigkeit liefert und beide Außenspiegel fest sitzen.

Erwartetes Ergebnis: Freies Sichtfeld, funktionierende Wischer und unbeschädigte Spiegel. Häufiger Fehler: Ein kleiner Schaden direkt vor dem Fahrersitz wird ignoriert. Was du dann tust: Lasse Schäden im Sichtfeld vor der Hauptuntersuchung bewerten und beseitigen.

6. Warnleuchten, Abgasanlage und Motorraum prüfen

Starte den Motor und beobachte das Kombiinstrument. Kontrollleuchten müssen nach dem Start erlöschen, soweit sie nicht funktionsbedingt anbleiben. Achte auf ungewöhnlich laute Abgasgeräusche, sichtbare Undichtigkeiten sowie lose Teile im Motorraum.

Erwartetes Ergebnis: Keine dauerhaft leuchtende Motorkontrollleuchte, kein auffälliges Abgasgeräusch und keine sichtbaren Lecks. Häufiger Fehler: Eine seit Wochen leuchtende Warnleuchte wird aufgeschoben, weil das Auto noch fährt. Was du dann tust: Fehler vor der HU auslesen und reparieren lassen. Die AU ist seit 2010 fester Bestandteil der HU.

7. Sicherheitsausstattung und Unterlagen bereitlegen

Kontrolliere Warndreieck, Warnweste und Verbandkasten auf Vollständigkeit und Zustand. Teste Hupe, Sicherheitsgurte, Sitzverstellung und Kopfstützen. Lege Fahrzeugschein, vorhandenen letzten HU-Bericht und Unterlagen zu Anbauteilen griffbereit.

Erwartetes Ergebnis: Sicherheitsausstattung ist vollständig, Gurte rasten sauber ein und die Unterlagen liegen bereit. Häufiger Fehler: Die technische Vorbereitung stimmt, aber relevante Nachweise zu Umbauten fehlen. Was du dann tust: Kläre fehlende Dokumente vor dem Termin und nimm keine Teile an, deren Zulässigkeit du nicht belegen kannst.

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HU-Checkliste zum Abhaken

Arbeite die Kontrolle in dieser Reihenfolge ab, statt einzelne Punkte zufällig zu prüfen. Das macht die Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung 2026 nachvollziehbar und verhindert, dass du Unterlagen oder sicherheitsrelevante Kleinigkeiten erst am Termin bemerkst.

  • Rundgang außen: Kontrolliere Scheinwerfer, Blinker, Rückleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Reifenflanken, Felgen und Spiegel.
  • Rundgang innen: Teste Gurte, Hupe, Warnleuchten, Wischer, Waschanlage, Sitzverstellung und Kopfstützen.
  • Prüfung im Stand: Kontrolliere Flüssigkeitsstände und schau im Motorraum auf lose Teile oder sichtbare Undichtigkeiten.
  • Kurze Probefahrt: Achte bei niedriger Geschwindigkeit auf Bremswirkung, Geradeauslauf, Lenkradspiel und Fahrwerksgeräusche.
  • Unterlagen-Check: Packe Fahrzeugschein, HU-Bericht und Nachweise zu Umbauten vor dem Termin ein.

Bei Motorradfahrern ergänzt du 2026 die Liste um Kettenzustand, Bremshebel, Lenkkopflager, Beleuchtung und Reifen. Auch beim Motorrad bleibt die Eigenkontrolle nur eine Vorbereitung: Spiel an Lenkung oder Fahrwerk, Risse an tragenden Teilen und Probleme an der Bremsanlage müssen fachlich geprüft werden.

Häufige Probleme vor der Hauptuntersuchung lösen

  • Eine Leuchte flackert: Tausche das Leuchtmittel nicht nur auf Verdacht. Lass Fassung und Verkabelung prüfen, wenn der Fehler wiederkehrt.
  • Das Auto zieht beim Bremsen: Fahre nicht bis zum HU-Termin weiter, um abzuwarten. Eine Werkstatt muss Bremsbeläge, Bremssattel und Bremswirkung prüfen.
  • Der Reifen nutzt sich innen ab: Prüfe Luftdruck und vereinbare eine Achsvermessung. Ein neuer Reifen allein behebt die Ursache nicht.
  • Die Motorkontrollleuchte geht an und aus: Lass den Fehlerspeicher auslesen. Eine sporadische Warnleuchte bleibt ein Hinweis auf einen Fehler.
  • Rost ist sichtbar: Oberflächenrost ist nicht automatisch ein Ausschlussgrund. Rost an tragenden Bauteilen oder Durchrostungen müssen vor der HU fachlich bewertet werden.
  • Der Verbandkasten ist nicht mehr einsatzbereit: Ersetze ihn vor dem Termin und kontrolliere auch Warnweste und Warndreieck.

Was du nicht selbst prüfen solltest

Die Eigenkontrolle grenzt auffällige Punkte ein, ersetzt aber keine technische Diagnose. Fahre nicht absichtlich mit starkem Bremsen oder Lenkradspiel weiter, um den Fehler zu testen. Bei folgenden Warnzeichen vereinbarst du vor der Hauptuntersuchung direkt einen Werkstatttermin:

  • Das Bremspedal fällt weit durch, das Fahrzeug zieht stark oder eine Bremswarnleuchte bleibt an.
  • Die Lenkung hat deutliches Spiel, das Lenkrad flattert oder das Fahrwerk schlägt hörbar.
  • An Reifen sind Beulen, tiefe Risse oder sichtbare Gewebeverformungen erkennbar.
  • Die Motorkontrollleuchte bleibt an oder aus dem Auspuff kommen ungewohnte Geräusche und Gerüche.
  • Unter dem Fahrzeug tropfen Öl, Kühlmittel oder andere Flüssigkeiten.

Damit sparst du dir eine falsche Selbstdiagnose. Für die Hauptuntersuchung 2026 ist der sinnvolle Ablauf klar: Auffälligkeit erkennen, fachlich beheben lassen, Unterlagen einpacken und erst dann den HU/AU-Termin wahrnehmen.

HU-Nachuntersuchung nach erheblichem Mangel

Bei einem erheblichen Mangel wird die HU nicht positiv abgeschlossen. Du lässt die festgestellten Punkte reparieren und führst das Fahrzeug zur Nachuntersuchung wieder vor. Laut KÜS muss die Beseitigung spätestens innerhalb von einem Monat ab dem Untersuchungstag erfolgen; nach Fristablauf ist eine erneute Untersuchung nötig.

Die praktische Regel für 2026 lautet: Nimm den HU-Bericht mit in die Werkstatt, lass alle dort notierten Punkte erledigen und nimm Bericht sowie Fahrzeugschein zur Wiedervorführung mit. Was bei HU und Nachuntersuchung an Gebühren anfällt, erklärt der Ratgeber HU/AU-Kosten im Überblick. HolDeinePlakette bietet die HU/AU in Nürnberg mit Hol- und Bring-Service an, wenn dein Fahrzeug nach der Reparatur wieder bereit ist.

Quellen und weiterführende Hinweise

  • Die KBA-Jahresbilanz 2023 liefert die genannten Zahlen zu 30,9 Millionen geprüften Pkw, 30,2 % Beanstandungen sowie den Mängelarten.
  • Die KÜS-Information zur HU bestätigt die Prüfpunkte, die AU als Bestandteil der HU und die Monatsfrist bei einer Wiedervorführung.
  • Die rechtliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm gilt für Pkw- und Motorradreifen. Plane den Reifenwechsel nicht erst an dieser Grenze ein.

FAQ

Was sind die häufigsten Mängel bei der Hauptuntersuchung?

Zu den häufigen Mängelbereichen der Hauptuntersuchung zählen Beleuchtung, Bremsen, Reifen, Räder, Achsen und Fahrwerk. Die KBA-Jahresbilanz 2023 nennt für Pkw 18,2 % der Mängelarten bei Achsen, Rädern, Reifen und Aufhängungen sowie 17,3 % bei Bremsen.

Wie viele Fahrzeuge haben bei der HU Mängel?

30,2 % der 2023 in Deutschland geprüften Pkw hatten eine Beanstandung. Das entspricht der KBA-Auswertung von 30,9 Millionen untersuchten Pkw und ist kein Wert für einen einzelnen Prüfstandort.

Wie viel Reifenprofil brauche ich für die HU?

Pkw- und Motorradreifen benötigen mindestens 1,6 mm Profiltiefe. Prüfe auch Risse, Beulen und ungleichmäßigen Abrieb, denn sie können unabhängig von der Profiltiefe relevant sein.

Wie läuft die HU-Nachuntersuchung nach einem erheblichen Mangel ab?

Nach einem erheblichen Mangel lässt du die dokumentierten Punkte reparieren und führst das Fahrzeug spätestens innerhalb eines Monats zur HU-Nachuntersuchung wieder vor. Nach Ablauf der Frist ist eine erneute Untersuchung erforderlich.

Gehört die AU zur Hauptuntersuchung?

Ja, die Abgasuntersuchung ist seit 2010 Bestandteil der Hauptuntersuchung. Eine dauerhaft leuchtende Motorkontrollleuchte oder auffällige Abgaswerte solltest du deshalb vor dem Termin prüfen lassen.

Kann ich die HU selbst vorbereiten?

Ja, Licht, Reifen, Scheiben, Wischer, Warnleuchten und Sicherheitsausstattung kannst du vorab selbst kontrollieren. Bremsen, Fahrwerk und elektrische Fehler mit Auffälligkeiten gehören zur Fachwerkstatt.

Wie oft muss ein Pkw zur Hauptuntersuchung?

Ein Pkw muss nach der ersten Zulassung in der Regel nach 36 Monaten und danach alle 24 Monate zur HU. Das genaue Fälligkeitsdatum steht auf der Prüfplakette und in der Zulassungsbescheinigung Teil I.

Kann HolDeinePlakette mein Auto zur HU abholen?

Ja, HolDeinePlakette bietet in Nürnberg für die HU/AU einen Hol- und Bring-Service an. Dein Fahrzeug wird zur Prüfstelle gebracht und nach dem Termin zurückgebracht.

Eine letzte Sache

Miss nicht nur den Reifen mit dem schlechtesten Gefühl. Eine HU-Vorbereitung 2026 funktioniert dann, wenn du alle vier Reifen, jede Leuchte und jedes Sicherheitsbauteil systematisch prüfst. Eine feste Reihenfolge verhindert, dass die kleinen, vermeidbaren Mängel bis zum Termin übersehen werden.

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